Helferkreis Gemeinde Wonsees

Die Gemeinde Wonsees hat im Jahr 2015 zum Bewältigen der Flüchtlingskrise beigetragen und seinerzeit 12 Flüchtlinge in der Gemeinde untergebracht. Dafür wurden 3 Wohnungen durch die Gemeinde angemietet – soweit der statistische Teil. Die eigentliche Herausforderung war aber damals: Wie schaffen wir es, die Flüchtlinge zu Integrieren und wer übernimmt die Betreuung, wer hilft bei den Fragestellungen im Alltag? Eigens zu dem Zweck „Unterbringung, Betreuung und Integration von Flüchtlingen” wurde auf Initiative der Gemeinde Wonsees ein Helferkreis gegründet, in dem verschiedene freiwillige Helfer, die sich vormals nicht näher kannten, mitwirkten.

Zunächst wurden die 3 Wohnungen eingerichtet. Mit Eintreffen der Flüchtlinge wurden Termine in der Gemeinde, auf den Landratsämtern, in den Arbeitsämtern, Sprachkurse, Arztbesuche, Einkaufsfahrten und vieles mehr gemacht. Wie kommen die Flüchtlinge dahin? Die Busanbindung ist äußerst schlecht – auch das wurde durch den Helferkreis bewältigt in unzähligen freiwilligen Stunden und Fahrten. Es gibt eine sehr schlechte Verkehrsanbindung und die Flüchtlinge waren auf die Helfer angewiesen, bzw. sind es noch immer.

Die Integration der Flüchtlinge hat in Wonsees hervorragend geklappt. Die Flüchtlingskinder gingen in den Kindergarten und die Schulen, die Väter besuchten das Fußballtraining des hiesigen Sportvereins, mit vielen Familien wurden freundschaftliche Banden geknüpft – das alles ist jedoch nichts wert, wenn die Frage der mangelnden Verkehrsanbindung nicht gelöst werden kann, die Mobilität nicht gesteigert werden kann. Eine zweite Busfahrt löst nicht das Problem.

Die Flüchtlinge sind in Wonsees gut untergebracht, Sie müssen nur mobil sein, um Ihre Besorgungen selbst erledigen zu können, um Ihre Sprachkurse selbst besuchen zu können, die Arztbesuche selbst erledigen zu können. Um sich zu integrieren!

Aktuell sind 4 Flüchtlinge noch da, die bereit sind, auf dem Land zu bleiben – wenn das Thema Mobilität gelöst werden kann. Die anderen sind schon aufgrund der mangelnden Mobilität weggezogen. Es wird in Kürze der Zuzug der Familie eines Flüchtlingsvaters erwartet, so daß 8 Flüchtlinge dauerhaft in Wonsees wohnen könnten – eine handliche Größe und sinnvolle Größe! Wir möchten als nächsten Schritt mit dem Helferkreis aber gerne das Thema Mobilität angehen. Konkret bedeutet das die Anschaffung eines Fahrzeuges oder die Bezuschussung eines Führerscheines.



Antragssteller*in: Marktgemeinde Wonsees

Anschrift: Marktplatz 4

Status des Projektes: Wachstumsphase

Webseite: http://www.wonsees.de

Preisgeld:

Unterstützen Sie die Gemeinde und den Helferkreis in Wonsees bei der individuellen Lösung der Mobiliät. Lassen Sie unsere Anstrengungen der vergangenen 2 Jahre nicht umsonst gewesen sein, lassen Sie die gelebte Integration nicht umsonst gewesen sein, lassen Sie die vielen Stunden der freiwillgen Helfer (Helden der Heimat) nicht umsonst gewesen sein. Mit einer Spende oder einem Preisgeld könnten individuelle Fahrten organsiert werden, Führerscheine bezuschußt oder ein erster fahrbarer Untersatz zur Verfügung gestellt werden. Die Flüchtlinge wären mobil, die Großstadt rückt in greifbare Nähe. Entfernungen spielen keine Rolle mehr. Schnelle Hilfe für das Kernproblem auf dem Land!

Finanzierung:

Durch einen Spendenaufruf konnten viele Sachspenden generiert werden. Die Zeit schenken die ehrenamtlichen Helfer des Helferkreises. Bisher wurde alles über Sach- und Geldspenden der Helfer und Anwohner Wonsees finanziert.

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