DAHEIM

DAHEIM

Kinder und Jugendliche werden durch die Flucht aus ihrer vertrauten Umgebung herausgerissen, müssen Freunde und ihre Heimat verlassen. Sie sind plötzlich in einem fremden Land, werden mit einer unbekannten Sprache und einer ungewohnten Kultur konfrontiert. Das außerschulische Kunstprojekt schafft einen kreativen Freiraum, der Jungen und Mädchen im Alter von 8-12 Jahren Platz lässt sich zu entwickeln und auszudrücken. In wöchentlichen Treffen mit je 3 Stunden wird es von Februar bis Juli 2017 im Spielzimmer der Aufnahmeeinrichtung Oberfranken in Bamberg durchgeführt. Das Projekt beschäftigt sich inhaltlich auf spielerische Weise mit Fragen wie: Woher komme ich? Wer bin ich? Wie möchte ich sein? Was brauche ich dazu um mich daheim zu fühlen? Wie sieht / schmeckt / fühlt sich Heimat an? Wie kann Zusammenleben aussehen?  So werden z. B. bei einer Exkursion ins Historische Museum Bamberg Porträts aus verschiedenen Epochen gemeinsam betrachtet und die Unterschiede herausgearbeitet. Im Anschluss können sich die Kinder ein Bild aussuchen und die Körperhaltung, Gestik und Mimik der dargestellten Person nachstellen. Der Prozess wird fotografisch festgehalten. In der Nachbereitung der Exkursion beschäftigen sich die Kinder unter Anleitung der Künstlerinnen mit dem Thema Selbstporträt und Selbstdarstellung. Dafür werden unterschiedliche Techniken angewendet, z. B. Fotografie, Zeichnung, Malen, Collage. Das Thema Selbstporträt beinhaltet die Fragen: Woher komme ich? Wer bin ich? Wie möchte ich sein? Daran schließt eine Auseinandersetzung mit dem Begriff Heimat an. Bei einem Stadtrundgang wird die Stadtheimatpflegerin Stephanie Eißing den Kindern Bamberg als Wohnort vorstellen. Zum Thema Heimat gestalten die Teilnehmer*innen unterschiedliche Objekte. So kann auf Papptellern das Lieblingsessen und auf einem Bild der Lieblingsort dargestellt werden. Anhand eines Modells können die Kinder einen neuen „Stadtteil“ bauen und sich überlegen wie sich das Zusammenleben mit anderen Menschen gestalten lässt. In einer Aktion im öffentlichen Raum wird das Modell vorgestellt.
Das Projekt vermittelt den Kindern Selbstbewusstsein und gibt ihnen die Möglichkeit einen eigenen kreativen Ausdruck zu finden. Die im Projekt entstanden Kunstwerke werden in einer öffentlichen Ausstellung und einer gedruckten Dokumentation präsentiert.
Das Projekt wird von den beiden Künstlerinnen Dagmar Ohrndorf und Judith Siedersberger durchgeführt.



Antragssteller*in: Freund statt fremd e. V.

Anschrift: c/o Evangelische Studierendengemeinde, Markusplatz 1, 96047 Bamberg

Status des Projektes: Laufender Betrieb

Webseite: http://www.freundstattfremd.de

Preisgeld:

Das Preisgeld soll für die Weiterführung des Projektes eingesetzt werden.

Finanzierung:

Das Projekt wird bis Ende August 2017 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und von Freund statt fremd e. V. gefördert. Kooperationspartner sind der Kunstverein Bamberg e. V., die Freunde des internationalen Künstlerhauses Villa Concordia e. V. und die Stadtheimatpflege Bamberg.

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