Luisa & Friends

Um Menschen deren sicheres Feiern zu gewährleisten, startet die OHO (OpferHilfe Oberfranken) zusammen mit Kneipen- und Gastronomiebesitzern die Kampagne “Luisa & Friends”. Sie besteht aus mehreren Komponenten :

  1. Um gerade Frauen beim Weggehen ein bisschen mehr Sicherheit zu geben, sollen sich möglichst viele Lokale der Plakataktion „Luisa ist hier“ anschließen. Dabei bestücken diese das Damenklo mit dem Plakat, auf dem Hilfe über den kurzen Fragesatz :“Ist Luisa hier?“, den die bedrängte oder verunsicherte Person an das Personal richten soll, ganz kurz erklärt wird. Der durch die OHO instruierte Mitarbeiterstab leitet danach weitere Maßnahmen ein: Polizei, Taxi, Freunde anrufen, die Person zum Taxi begleiten oder erst einmal Schutz bieten.

Die Vorlage zu der Kampagne kommt ursprünglich aus Großbritannien und die OHO hat für dieses erfolgreiche Projekt vom Frauennotruf Münster mittels eines Nutzungsvertrag übernommen, da wir bundesweit viele Vernetzungen zur Präventionsarbeit und zum Schutz von Opfern pflegen.

  1. Zur Ausbildung und Ausstattung des durch die OHO instruierten Personals, gehören ausführliche Informationen über K.-o.-Tropfen.

Wir kooperieren mit dem Entwicklungsteam des DrugCop, der das Glas bewacht, während Mann/Frau unbeschwert Spaß haben kann. Die Innovation liegt in der schnellen Erkennung der Beimischung von K.o.-Tropfen. Es muss einfach zu handhaben sein, daher dachte das DrugCop Team an eine Art Cocktail-Stäbchen, das jeder einfach und unauffällig in seinem Glas belassen kann. Der DrugCop muss in jedem Terrain zu Hause sein, egal ob Bier, Apfelschorle oder Pina Colada – in jedem Getränk muss der Test funktionieren.

Es reicht nicht, wenn bis zum Ergebnis schon 30 Minuten vergangen sind …deshalb sollten sich die angeschlossenen Locations, dachte sich die OHO, mit den Test-Stäbchen versorgen und verunsicherte Gäste können den Schnelltest machen.

  1. Ist der Feierspaß beendet, gehen viele alleine nach Hause. Die OHO informiert in Ihren Angeboten die Mitarbeiter, Gäste auf neue Apps zur Online-Begleitung aufmerksam zu machen. Diese bringen sicherer durch die Nacht. Wer sich in Bedrohung wähnt, wie z.B. bei Phänomen wie „Unbekannte in Horror-Clown-Verkleidung“ oder „Nachts durch den Stadtpark gehen müssen“ oder wenn sich in der verlassenen Unterführung Schrittgeräusche von hinten nähern, dem helfen diese Apps auf dem Weg nach Hause. Diese Apps verbinden mit Freunden und bieten die Gewissheit, dass jemand aus der Ferne verfolgt, wo wir sind. Man ist nicht allein!
  1. In der Zusammenarbeit dieser Kampagne sind noch viele Hilfsmittel angedacht, damit die Gäste „sicher feiern“ können : z.B. das Verteilen von Trillerpfeifen und Getränke-Abdeckungen vor Ort. Durch die Aufklärung und Ausbildung zu empathischen Party-Guides der Mitarbeiter vor Ort, soll die Abschreckungsarbeit und die Hilfeangebote vor Ort potenziert werden. Für Nachsorgebedürfnisse werden den Betroffenen noch Visitenkarten der OHO OpferHilfe Oberfranken e.V. mitgegeben, so dass sie auch danach nicht auf sich alleine gestellt sind.

Hinweis: Die Kampagne “Luisa ist hier” wurde vom Frauennotruf Münster eV inittiiert/Gestaltung dennis-hardwardt.de



Antragssteller*in: OHO OpferHilfe Oberfranken e.V.

Anschrift: Am Steigweg 4, 96274 Itzgrund

Status des Projektes: Pilotphase

Webseite: http://www.opferhilfe-oberfranken.de

Preisgeld:

Installation eines neuen Sicherheitskonzeptes rund um das Thema sicheres Feiern in Kneipen um Fragen der Akzeptanz und Umsetzung zu erproben.
Druckvorkosten Plakate und Aufkleber, Fahrtkosten ehrenamtlicher Mitarbeiter, ev. Anzeigen, Trillerpfeifen, Getränke-Abdeckungen, DrugCop Sticks

Finanzierung:

Aus Vereinsbudget bzw. kostenfreier Mitarbeit der ehrenamtlichen Vereinsmitglieder

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