Männerschuppen

Ziele im Einzelnen:
1. Seniorentreff: Ältere Männer erhalten einen Treffpunkt und kommen dort miteinander ins Gespräch. Es gibt noch viel zu wenig Seniorenarbeit, die speziell auf Männer zugeschnitten ist.  Nachdem es in der Kriegsgeneration einen starken statistischen Witwen-Überhang gab, ist dies nun fast ausgeglichen. Die traditionellen Angebote für Senioren sind allerdings eher auf Frauen zugeschnitten. „Männer kommunizieren nicht Aug in Aug, sondern Schulter an Schulter.“ So wird der psychischen Vereinsamung vorgebeugt, die Männer erleben wieder Sinn im Leben (so wie sie es aus dem Arbeitsleben gewohnt waren), Wirksamkeit und Dankbarkeit. Recht bald gelingt auch ein lebendiger Austausch über das gemeinsame “Tüfteln” hinaus.
2. Nachhaltigkeit: Sachen, die kaputt sind, werden viel zu oft weggeworfen, weil der Händler erklärt, dass die Dinge zwar grundsätzlich reparaturfähig sind, der Aufwand sich jedoch nicht lohne, weil es billiger sei ein neues Ding zu kaufen. Dies liegt hauptsächlich an den Arbeitskosten. Im Männerschuppen werden kaputte Sachen ehrenamtlich für kleines Geld (nur für Ersatzteile) repariert.
3. Lernort: Wer etwas repariert haben möchte, bekommt auf Wunsch gezeigt, wie es geht. Auch werden handwerkliche Kurse angeboten, z.B. zum Werken mit Holz oder Fahrräder reparieren.
4. Flüchtlingshilfe: Für Flüchtlinge (und andere Bedürftige) werden gespendete Fahrräder und Laptops instand gesetzt und verschenkt.
5. Seniorenhilfe: Durch das Teilprojekt „Senioren helfen Senioren“ mit dem Werkstattwagen wird die Reparatur vor Ort in den Wohnungen möglich. Dadurch wird der Wunsch vieler Senioren unterstützt möglichst lange zuhause wohnen bleiben zu können.
6. Diese spezielle Senioreneinrichtung für Männer schließt insofern eine große Lücke im Angebot der Seniorenhilfe. Denn Männer sprechen einfach nicht so an auf die normalen Angebote wie Töpfern, Basteln oder Gymnastik. Auf diese Zielgruppe und deren Bedürfnisse geht das neue Angebot jetzt ein und die Resonanz ist großartig.



Antragssteller*in: Diakonieverein Bamberg e.V.

Anschrift: Alte Seilerei 20, 96047 Bamberg

Status des Projektes: Pilotphase

Webseite: http://www.maennerschuppen.de

Preisgeld:

Deckung eines laufenden Defizites und Verstärkung der Aktivitäten des aufsuchenden Werkstattdienstes in Zusammenarbeit mit Ökobil e.V. (Carsharing eines Transporters usw.).

Finanzierung:

Für die Werkstatt entstehen dem Verein an Haus- und Verbrauchskosten mindestens 8500,–€ pro Kalenderjahr (wir können dies z.Z. im Hinblick auf den Verbrauch am Anfang naturgemäß nur schätzen). Für diesen Betrag erreichen wir in 2016 eine Deckung durch Spenden und öffentliche Mittel nur von 70%.
Bleibt ein ungedeckter Betrag von mindestens 2500,–€ pro Kalenderjahr.

Weitere relevante Fakten: