Asylothek

Die Asylothek (Kurzbezeichnung für Asylbewerberheimbibliothek) wurde 2012 – als erste rein ehrenamtlich geführte Bibliothek für Asylbewerber und Flüchtlinge in der Bundesrepublik Deutschland – eröffnet.

Für die Errichtung und den Betrieb der Asylothek wurden keinerlei öffentliche Fördergelder in Anspruch genommen. Die „Finanzierung“ erfolgt auf rein privater Basis.

Neben der reinen Sprach- und Wissensvermittlung, ist die Vermittlung von kulturellen, gesellschaftlichen und sozialen Werten unserer Gesellschaft, deren Umsetzung in der Realität,  die konstante empathische Betreuung  der Flüchtlinge und deren Kinder, sowie eine intensivierte Kinder- und Jugendförderung mit einem breit aufgestellten, buntem Programm, ein wichtiger Bestandteil beim Wirken der Asylothek.

Erklärtes Ziel der Asylothek ist die Bereitstellung eines Mindestbildungs- und Mindestkulturangebots für Flüchtlinge mit entsprechender empathischer Betreuung und Förderung. Hierdurch sollen nicht nur Normalität und Chancengleichheit hergestellt werden, sondern auch erkennbare Talente gefördert werden.

Das Gefühl einer neuen, liebenswerten Heimat – mit deren Wertesystemen – wird vermittelt.

Das Konzept ist bewusst niederschwellig angelegt; der Einstieg für Einreisende, aber auch für die ehrenamtlich Tätigen, sollte so einfach wie möglich gehalten werden, um eine möglichst große Anzahl von Asylsuchenden und Flüchtlingen, aber auch von Ehrenamtlichen zu erreichen. Das einfache Konzept fördert die einfache Reproduzierbarkeit und regt zur Nachahmung an.

„Engagement statt Geld“ lautete das Motto. Interieur und Bücher sollten als Spenden von den Bürgern kommen. Der Betrieb der Asylothek sollte ausschließlich durch ehrenamtliche Mitarbeitern erfolgen, welche ein breit aufgestelltes Programm anbieten.

Bereits seit Januar 2013 konnte die erste Asylothek wöchentlich an 5 Tagen betrieben werden.

Kooperationen mit öffentlichen Bibliotheken, Kirche, Kunst- und Kulturschaffenden, Staatstheater, Schulen, Hochschulen, etc. sind Basis des konstanten kulturübergreifenden Wirkens.

Eine sehr wichtige Position beim Wirken der Ehrenamtlichen ist die konstante, empathische und emotionale Betreuung  von den Kindern der Asylothek. Dies gibt den Kindern Selbstvertrauen, Stabilität, Verlässlichkeit – ein Stück Heimat.

Die Asylothek wird rein ehrenamtlich als Initiative betrieben und stützt sich auf das ehrenamtliche Engagement und der Spendenbereitschaft der Bürger. Die Asylothek wird ohne Fördermittel oder Zuschüsse betrieben und „finanziert“ sich ausschließlich über Bürgerengagement.

Die Asylothek versteht sich als eine politisch neutrale Einrichtung.

Die Kinder der Asylothek veröffentlichen regelmäßig mit Text und Bild in der Düsseldorfer Kinderzeitung „Die Nachtigall“. Dies schafft Motivation, Ehrgeiz, Leistungswille, Selbstbewusstsein und macht mächtig stolz.

Die Kunstausstellungen „Asyl-Art“ mit den  Kindern der Asylothek, sind für alle eine große Freude und motivieren alle Kinder an deren künstlerischen Talenten weiter zu arbeiten.
Die konstante Zuteilung der Ehrenamtlichen auf einen konkreten Wochentag und das konstante Wirken schafft Ruhe und Vertrautheit bei den Kindern. Mehrere Bezugspersonen sind konstant und verlässlich anwesend. Die Folge hiervon ist eine ungewöhnliche Offenheit und Aufgeschlossenheit der Kinder, welche jeden Besucher verwundert. Gleiches gilt im Übrigen für die hervorragenden Sprachkenntnisse der Kinder der Asylothek.



Antragssteller*in: Asylothek

Anschrift: 90443 Nürnberg, Kohlenhofstraße 26

Status des Projektes: Laufender Betrieb

Webseite: http://www.asylothek.de

Preisgeld:

Aufgrund der Tatsache, dass keinerlei öffentlichen Fördermittel für die Positionierung und den Betrieb der Asylothek/en in Anspruch genommen wurden und werden, ist der finanzielle Rahmen für den Betrieb der Asylothek/en aus nachvollziehbaren Gründen als begrenzt zu bezeichnen.

Mit dem Preisgeld könnten für den Betrieb erforderlichen Bücher, Papier und Schreibwaren angeschafft werden. Darüber hinaus könnte u.U. ein Sprachcomputer zur selbstständigen Spracherlernung angeschafft werden. Integrative Ausflüge könnten damit unterstützend gefördert werden. Ergänzend könnte die interne Infrastruktur verstärkt werden, um ein effektives Arbeiten zu optimieren.

Finanzierung:

Die Asylothek finanziert sich ausschließlich über privates Engagement und privaten Sach- und Geldspenden. Staatliche Fördermittel wurden nicht in Anspruch genommen.

Weitere relevante Fakten: