Lacrima

Wenn ein Familienmitglied stirbt, sind Kinder und ihre Familien mit Schock, Hilflosigkeit und Trauer konfrontiert. Oft unterdrücken und verdrängen Kinder ihre Gefühle, wollen Niemandem zur Last fallen. Das kann Leib und Seele dauerhaft krank machen. Deshalb brauchen trauernde Kinder und Jugendliche Hilfe. Lacrima hat es sich deswegen zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen einen geschützten, vertrauensvollen Raum zu geben, in dem sie ihre Trauer bewusst leben können. In 14-tägig stattfindenden Gruppen erhalten Kinder und Jugendliche genau die individuelle Betreuung, die sie in ihrer schwierigen Situation brauchen. Denn sie haben es meist noch schwerer als Erwachsene, sich im Alltag mit verständnisvollen Gesprächspartnern auszutauschen. Zu erkennen, wie es jedem Kind gegenwärtig geht und was es gerade braucht, ist die große Stärke unserer gut ausgebildeten, erfahrenen Trauerbegleiter. Dabei ist die Arbeit von Lacrima keine Therapieform, sondern eine fundierte, nachhaltige Begleitung, Betreuung und Unterstützung, die jedem Kind hilft, seinen persönlichen Trauerweg zu finden. Bei Lacrima ist Trauer eine Selbstverständlichkeit – und erhält den Platz im Leben, der ihr zusteht.
Lacrima ist für die betroffenen Familien kostenlos. Ein großer Teil der Arbeit wird von engagierten Ehrenamtlichen geleistet.
Von zunächst einer Gruppe ausgehend, ist es das Ziel von Lacrima, in Oberfranken flächendeckend Kinder- und Jugendtrauergruppen anzubieten, da großer Bedarf besteht. Außerdem ist ein Auftrag von Lacrima, das Thema Trauer durch weitreichende Aufklärungsarbeit (Vorträge, Schulungen, Öffentlichkeitsarbeit) zu enttabuisieren.



Antragssteller*in: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Regionalverband Oberfranken

Anschrift: Gutenbergstr. 2a, 96050 Bamberg

Status des Projektes: Pilotphase

Webseite: http://www.johanniter.de/oberfranken/lacrima

Preisgeld:

Für die Trauerbegleitung ist Impulsarbeit wesentlich. Dafür sind geeignete Räume und ausreichend pädagogisches Material (z.B. Bastelmaterial, Handpuppen, Musikinstrumente) nötig.
Entscheidend ist außerdem, dass die Begleitung auf dem Weg durch die Trauer qualifiziert und kindorientiert ist: Deswegen müssen regelmäßig neue Trauerbegleiter aus- und fortgebildet werden. Zudem muss ihre externe Supervision gewährleistet sein.
Das Preisgeld soll demnach für Miet- und Materialkosten sowie für Kosten der Aus- /Fortbildung sowie der Supervision verwendet werden.

Finanzierung:

Lacrima finanziert sich durch eine Mischform aus Spenden, Beiträgen von Fördermitgliedern, Zuweisungen von Geldauflagen und notwendigen Eigenmitteln.

Weitere relevante Fakten: