Fränkischer Sinnesgarten

Vorbildlich für die Region der Fränkischen Schweiz: Ein Garten erweitert die Gestaltungsmöglichkeiten der Betreuungsgruppen für Menschen mit Demenz.

Vergessenes reaktivieren und Fähigkeiten wecken sind wichtig in der Arbeit mit Demenzpatienten und erhöhen die Lebensqualität. Die Gäste haben in ihrer Biografie oft Gärten und Land bewirtschaftet. Mit der Errichtung des Fränkischen Sinnesgartens ist ein zusätzliches Angebot bzw. Tätigkeitsfeld für die an Demenz erkrankten Menschen entstanden. Der Sinnesgarten spricht Sinne an, er regt zur Bewegung an, baut Stress und Unruhe ab, bringt Erholung, lädt zum Erleben und Mitmachen ein – hier hat man Spaß und Freude.

Um eine emotionale Bindung des Einzelnen zu erreichen, soll im gemeinsam erlebten Alltag ein Wir-Gefühl durch die Tätigkeit angestrebt werden. Sehen und gesehen werden, öffentliche Präsenz und sich selbst „schick“ zu machen, ein jeder hat dieses Bedürfnis, dadurch seine eigene, umgebende Lebenswelt zu erkunden. Der Sinnesgarten erschließt ein Stück Heimat, in dem sich die demente Person ohne Einschränkungen frei und ungezwungen bewegen kann, die persönlich erlebte Welt kann wieder erlebbar gemacht werden. Der direkte Kontakt zur Natur fördert und aktiviert zudem körperliche und physische Fähigkeiten, Erinnerungen an den eigenen Garten sollen geweckt werden, der nachhaltige Wert des Wiedererkennens kann Ängste abbauen und Unruhe mildern. Durch die körperliche Betätigung werden Ausdauer, Koordination, körperliche Wahrnehmung und Gleichgewichtssinn trainiert. Die Erinnerungswelt des Einzelnen wird mit den Nutzungsmöglichkeiten im Garten angesprochen.

Ehrenamtlichen begleiten regelmäßig die Demenzgruppen, organisieren Fahrdienste und engagieren sich für den Garten. Der Landrat Dr. Hermann Ulm ist Schirmherr des Projektes und unterstützt uns in der Öffentlichkeit. Der Rotary Club hat tatkräftig und finanziell unterstützt. Eine ergänzende Nutzung und Kooperation mit anderen Altenhilfe-Einrichtungen, Schulklassen, Vereinen etc. ist angedacht.



Antragssteller*in: Diakoniestation Forchheim-Ebrmannstadt der Diakonie Bamberg-Forchheim e. V.

Anschrift: Mayer-Franken-Str. 40, 91301 Forchheim

Status des Projektes: Laufender Betrieb

Webseite: http://www.dwbf.de/senioren-pflege/diakoniestationen/diakoniestation-forchheim-ebermannstadt/

Preisgeld:

Mit dem Preisgeld werden zusätzliche Geräte angeschafft bzw. Beete im Garten errichtet.

Finanzierung:

Der Garten wurde der Diakoniestation überlassen und die gesamte Anlage wird über Spenden und mit dem Einsatz Ehrenamtlicher finanziert.

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